Unsere Praxiserfahrung
So sieht die Methode im Alltag aus, nicht nur in der Theorie
Die folgenden Szenarien beschreiben typische Situationen, wie sie in den Kurswochen bearbeitet werden. Sie zeigen, wie sich einzelne Schritte der Zettelkasten-Methode konkret anfühlen, unabhängig davon, ob mit Obsidian, Notion oder Papier gearbeitet wird.
Der überquellende Posteingang
Eine Teilnehmerin aus dem Projektmanagement beschreibt zu Kursbeginn 340 ungelesene Mails, verteilt auf sechs Ordner mit Namen wie „Später“ und „Wichtig, aber nicht dringend“. In der ersten Kurswoche wird dieser Zustand nicht sofort aufgeräumt. Stattdessen entsteht ein einziger Eingangskorb außerhalb des Postfachs, in dem nur die Dinge landen, die wirklich eine spätere Handlung oder eine Notiz verdienen.
Der Unterschied zeigt sich nicht am ersten Tag, sondern nach zwei bis drei Wochen: Der Posteingang wird zur reinen Kommunikationsfläche, während relevante Gedanken und Aufgaben an einem einzigen, durchsuchbaren Ort landen.
Ein Recherche-Projekt über mehrere Monate
Ein Berater arbeitet an einem Thema, das sich über drei Monate zieht: die Einführung eines neuen internen Prozesses. Statt einem einzigen, immer länger werdenden Dokument entstehen viele kleine, in sich geschlossene Notizen zu Teilaspekten wie Widerständen, Kommunikationswegen und Zeitplänen.
Diese Notizen werden untereinander verknüpft, sodass am Ende kein einzelnes Mammutdokument, sondern ein Netz aus nachvollziehbaren Gedanken entsteht. Wenn Monate später eine ähnliche Fragestellung auftaucht, lassen sich die relevanten Notizen über die Verlinkungen wiederfinden, nicht über eine Volltextsuche in einem 40-seitigen Dokument.
Vier wiederkehrende Situationen
Typische Momente aus den vier Kurswochen
Der Freitagnachmittag-Rückstand
Statt eines aufwendigen Wochenend-Aufräumens reicht ein kurzer Blick auf den Eingangskorb, weil dort ohnehin nur wenig liegen bleibt.
Die Idee unter der Dusche
Eine kurze Notiz wird sofort erfasst, ohne dass sofort entschieden werden muss, wohin sie gehört. Die Einordnung folgt später.
Das Teammeeting mit vielen Themen
Statt eines langen Protokolls entstehen mehrere kurze Notizen zu einzelnen Entscheidungen, die sich später gezielt wiederfinden lassen.
Der Themenwechsel nach Monaten
Ein altes Projekt wird wieder aufgenommen. Über Verknüpfungen lässt sich der damalige Stand in wenigen Minuten rekonstruieren.
Hinter dem Kurs
Warum Methodik im Mittelpunkt steht
Der Kurs entstand aus der wiederkehrenden Beobachtung, dass viele Menschen bereits ein digitales Werkzeug installiert haben, ohne zu wissen, wie sie es sinnvoll füllen sollen. Die Software ist meistens nicht das Problem. Es fehlt eine nachvollziehbare Vorgehensweise, die sich auch nach Monaten noch anwenden lässt, ohne dass man sich an komplizierte Regeln erinnern muss.
Deshalb liegt der Fokus konsequent auf der Methode: einfache Prinzipien, die sich in jedem gängigen Notizwerkzeug umsetzen lassen und die auch dann noch funktionieren, wenn irgendwann ein anderes Werkzeug genutzt wird.
Fragen zu einem der Szenarien?
Gerne erläutern wir im persönlichen Gespräch, wie sich einzelne Abläufe auf Ihre konkrete Arbeitssituation übertragen lassen.
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